„Wer ausbrennt muss ersteinmal gebrannt haben“

Als Burn Out wird ein berufliches Erschöpfungssyndrom mit 3 Hauptmerkmalen bezeichnet, die in ihrer Ausprägung und Erscheinungsform individuell auftreten können: 1. eine zutiefst empfundene körperliche Müdigkeit, die sich in alle Lebensbereiche auswirkt. 2. eine emotionale Erschöpfung geprägt durch vielfältige Gefühle wie bspw. Machtlosigkeit, Verzweiflung, Mutlosigkeit. Aber auch eine Gefühlslosigkeit bis hin zur emotionalen Kälte können die Folgen sein. 3. eine geistige Erschöpfung mit einer ausgeprägt negativen Einstellung zu sich selbst, dem Sinn des Lebens bis hin zum Selbstwertverlust.  Wichtig bei diesen Merkmalen bleibt, dass Burn Out in allen Berufsgruppen möglich ist. Unabhängig von der Bildung, sozialen Schicht, dem Geschlecht oder Alter.  Allen gemein ist, dass sie unter chronischem Stress leiden. Folgende persönliche Einstellungen können die Entstehung von Burn Out u.a. begünstigen:

 

  • perfektionistische Ansprüche an einen selbst und an eigene Arbeiten
  • die Unfähigkeit „NEIN“ zu sagen
  • ein ausgeprägtes Helfersyndrom
  • Arbeiten und Aufgaben nicht delegieren zu können oder nicht aus den Händen geben zu wollen
  • die Karriere an erster Stelle setzen oder
  • überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz zeigen, welcher zunehmend bis zur Arbeitssucht geht (Workaholic)

 Therapieziele

Gemeinsam sollte ein Weg aus den krankmachenden Kreislauf gefunden werden. Wichtig dabei ist zuerst die Möglichkeit zur Veränderung der Bedingungen und Ursachen. Aus dem Ausgebranntsein wieder zu Glücksempfinden und Leistungsfähigkeit zu finden ist der weitere Schritt zur Genesung. Erst wenn eine Leistungsfähigkeit wieder empfunden wird sollte eine Veränderung der Arbeitsplatzbedingungen bis hin zur beruflichen Neu- oder Umorientierung im Sinne eines Arbeitsplatzwechsels nachgedacht werden.